Die Käseglocke in Worpswede ist weltweit einmalig. Das Haus wurde mit kanadischen Bitumenschindeln der Firma IKO gedeckt und hat einen unregelmäßigen Verband. Dies ist die erste Restaurierung seit 74 Jahren.
Infos zur Käseglocke...
Das Baudenkmal Käseglocke zählt zur expressionistischen und phantastischen Architektur der 20er Jahre. Der Architekt Bruno Taut stellte die Pläne 1922 auf einer Ausstellung in Magdeburg vor, sie sind bis auf das Bauwerk in Worpswede niemals verwirklicht worden.
Bauherr war 1926 der Schriftsteller Edwin Koenemann (1883 - 1960), der die Käseglocke als eigenes Wohnhaus mit Atelier errichtete.
Zusammen mit der gemauerten Hofanlage hat das Anwesen nichts mit der sonstigen Architektur des Künstlerdorfes gemein - obwohl auch in der Ausführung des zentralen Ofens im Wohnzimmer Ähnlichkeiten mit den zeitgleich entstandenen Hoetger-Bauten zu erkennen sind.
Die Freunde Worpswedes haben das Haus erworben und es nach gründlicher Restaurierung für Besucher geöffnet, die sowohl die technischen Besonderheiten des Bauwerks - die zentrale Warmluftheizung, die hauseigene Brauchwasserversorgung - als auch die Einrichtung mit Möbeln Worpsweder Künstler besichtigen können. Die Räume sind ausgestattet mit Gegenständen angewandter Kunst und Raritäten aus dem über 100 Jahre alten Künstlerdorf Worpswede.